Jenas FDP zieht Apoldaer Sachverstand hinzu

Apoldas Baudezernent und FDP Kreisvorsitzende nach Jena eingeladen

Den fachlichen Sachverstand der Apoldaer Liberalen holt sich die FDP Jena ein. Apoldas Baudezernent Konrad Heinemann und FDP Kreisvorsitzender Otto Ritzel sind von den Jenaer Liberalen zu deren Kreisvorstandssitzung am kommenden Montag nach Jena eingeladen.

Auf der Tagesordnung der Beratung stehen kommunalpolitische Problempunkte, mit den sich die Apoldaer in der Vergangenheit bereits beschäftigt haben und damit gegenüber den Jenaern einen Erfahrungsvorsprung haben. Über diese Erfahrungen, Lösungsansätze bzw. Erfolgsaussichten zu den in Jena anstehenden Entscheidungen möchten sich die Saalestädter informieren und mit den Apoldaern gemeinsam überlegen, was davon auf die Jenaer Bedingungen übertragbar ist.

Wie aus der Einladung der Jenaer an die Apoldaer Kommunalpolitiker hervorgeht, interessieren die Apoldaer Kampagne „Saubere Stadt“ und Fragen der Stadtentwicklung. In Puncto Ordnung und Sauberkeit im Stadtbild hat Jena gegenüber Apolda noch Nachholbedarf. Trotz jüngst erlassener Verordnung ist keine merkliche Besserung eingetreten. Die Störer bleiben zudem meist anonym, so daß ein Bußgeldverfahren schwer in Gang gesetzt werden kann. Hier wollen die Jenaer von den Kreisstädtern lernen.

Ein weiteres Thema ist der Städtebau. In Jena findet gerade der politische Meinungsaustausch über die Art der Bebauung einer noch unbebauten innerstädtischen Fläche statt. Während die Liberalen eher für den Wohnungsbau plädieren, gibt es eine politische Front, die sich für die Ansiedlung von Großhandel ausspricht. Beide Nutzungsvarianten haben Vor- und Nachteile. Hier wollen die Jenaer einfach auch nur die Meinung des Bauexperten Heinemann hören, um schneller zu einem eigenen Standpunkt zu kommen.

Ebenso trägt Jena sich mit dem Gedanken der Errichtung einer Drei-Felder-Halle. Da ein ähnliches Projekt in den Apoldaer Gremien bereits diskutiert wurde, möchten die Jenaer zusammen mit den Liberalen der Kreisstadt des Weimarer Landes das Für und Wider von unterschiedlichen Investoren-, Finanzierungs- und Nutzungskonzepten abwägen.

Last but not least soll es in den Gesprächen auch um Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit beider Nachbarstädte gehen. Vorstöße auf diesem Gebiet gab es bereits in der vergangenen Amtsperiode der Stadtoberhäupter Müller (Apolda) und Röhliner (Jena). Politische Diskussionen über deren Ergebnisse sind eigentlich nie geführt worden. Es steht die Frage zu klären, ob über das gemeinsame Lösen von Aufgaben der öffentlichen Daseinsfürsorge, Gebietsreformen anders angepackt bzw. ganz und gar überflüssig gemacht werden können.

Ein Gedanke zu „Jenas FDP zieht Apoldaer Sachverstand hinzu“

  1. Diese Pressemittelung ging am 13.09.2007 raus. Sorry für die verspätete Veröffentlichung. Es ist interessant, was manche Zeitung so daraus macht. :/ Deswegen nun auch die Veröffentlichung, damit jeder die volle Story lesen kann.

Kommentare sind geschlossen.